Von 86 auf 71 in einem Dreivierteljahr – Die Erklärung

Ich hab ja versprochen, aufzulösen, wie ich in 9 Monaten 15 Kilo abgenommen habe.

Die Antwort lautet: 5:2 Diät. Auch Intervallfasten genannt, oder Intermittierendes Fasten.

Bei 5:2 darf man fünf Tage lang essen, was man will. An zwei Tagen nimmt man je maximal 500 Kilokalorien zu sich. Die beiden Tage sollen nicht direkt aufeinanderfolgen. Ansonsten gibt es keine Regeln.

Die Idee ist bestechend einfach: aufgrund von zwei „Fastentagen“ reduziert man seinen Kalorieninput pro Woche um ca. 3000 Kilokalorien. Bei einem Wochensoll von ca. 15.000 Kilokalorien (für einen Mann) sind das 20%. Solange man es nicht schafft an den anderen fünf Tagen um je 600 Kilokalorien zu übertreiben, nimmt man ab – mal mehr, mal weniger.

Dass man viel trinkt und sich gelegentlich bewegen sollte, versteht sich von selbst.

Es funktioniert bei den meisten Menschen recht gut, weil

  • es leicht ist, sich einen Tag zu disziplinieren, wenn man weiss, dass man am nächsten Tag wieder normal essen darf – sogar Schokolade
  • weil man keine speziellen Lebensmittel oder Zusatzstoffe kaufen muss
  • weil die Methode sich gut in den Alltag integrieren lässt – man muss ja nicht zwingend immer am selben Tag fasten
  • weil sie positive Auswirkungen auf die Blutwerte hat (siehe den Begriff „Autophagie“)

Aber natürlich gibt es auch Nachteile:

  • an Fastentagen hat man die meiste Zeit über Hunger, damit muss man umgehen können
  • spätestens am Nachmittag stellt sich ein gewisses Unwohlsein ein, machmal auch leichte Kopfschmerzen
  • ich hatte vor allem nach einigen Monaten Probleme, einzuschlafen
  • manche Leute kriegen Kreislaufprobleme
  • an Fastentagen muss man penibel auf den Kaloriengehalt von Lebensmitteln achten, um unter dem Limit von 500 kCal zu bleiben – das erfordert eine gewisse Beschäftigung mit dem Thema
  • es besteht die Gefahr, an den Fastentagen nachfolgenden Tagen zu überkompensieren

An Fastentagen habe ich kurioserweise eher Sport getrieben. Die Bewegung an der frischen Luft vertreibt den Hunger und das Unwohlsein. Und man ist mit leerem Magen und Darm natürlich wesentlich fitter und schneller.

Die Idee ist, solange bei zwei Fastentagen zu bleiben, bis man sein Wunschgewicht erreicht hat (das ist bei mir jetzt mit 71-72 Kilo der Fall), dann reduziert man dauerhaft auf einen Fastentag pro Woche.

Zur Zeit faste ich gar nicht. Ich versuche nun, unter der Woche (Mo-Fr) „vernünftig zu essen: 3 Mahlzeiten am Tag (keine Zwischenmahlzeiten), keine Süßigkeiten, kein Alkohol. Am Wochenende dann freie Fahrt. Bisher funktioniert das einigermaßen. Mein Vorsatz ist: wenn ich am Ende der Woche zugenommen habe, lege in der darauffolgenden Woche wieder einen oder zwei Fastentage ein.

Veranstaltungen – eine Übersicht

Hier könnt ihr mich live erleben:

HEILBRONN, Montag, 23. September 2017, 18:00 Uhr
Im Vorprogramm des Stücks „Running“ im Theaterfoyer lese ich mal wieder aus „Lauf, du Sau!“

LUDWIGSBURG, Sonntag, 15. Oktober 2017
Literaturfest Ludwigsburg im Kulturzentrum

WEINGUT WILKER / PLEISWEILER-OBERHOFEN, Freitag, 3. November 2017, 19:00 Uhr
Lesung im Rahmen der Pfälzer Krimifestivals aus meiner Geschichte „Etikettenschwindel“

 

Die Sippe

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Marc-Oliver Bischoff
Kriminalroman
kt., 317 Seiten
EUR 12.00, E-Book EUR 9.99
ISBN 978-3-89425-478-0
Erscheinungsdatum: 10/2016

Ökologie, Tradition, Gemeinschaft – eine perfekte Idylle?

Katharina Hoffmanns bisheriges Leben gerät aus der Bahn, als sie beinahe Opfer einer Vergewaltigung wird. Fast zeitgleich erreicht sie ein Hilferuf ihrer Schwester Sara – die dann spurlos verschwindet. Katharina begibt sich auf die Suche. In Rostock, wo Sara als Gerichtsvollzieherin arbeitete, stößt sie auf einen Hinweis, der sie weiter nach Grantzow führt. Ein Dorf, in dem scheinbar die perfekte Idylle herrscht …

Der neue Bischoff – brisant, fesselnd, schonungslos!

Mit einem Nachwort der Amadeu Antonio Stiftung.

Morgen: Premierenlesung „Die Sippe“ in Ludwigsburg, Schlößlesfeldbücherei, 20 Uhr, Eintritt frei

Ihr Lieben!

morgen Dienstag, den 25. Oktober, 20 Uhr, findet nun die offizielle Premierenlesung aus der »Sippe« statt – in der Stadtbibliothek Ludwigsburg, Zweigstelle Schlößlesfeld im Brahmsweg 30. Der Eintritt ist frei, es gibt Sekt und Knabbereien. Ich lese vor, ich singe Degenhardt und es gibt einen Supporting Act (Geheimnis)

Freu mich über jede/n der/die kommt!

Von 86 auf 71 in einem Dreivierteljahr

Schreiben macht dick.

Sag ich jetzt mal so. Der / die eine oder andere Autorenkollege*in wird das – mit gequältem Lächeln – bestätigen. Vermutlich ist’s nicht nur die Tatsache, dass man noch mehr am Schreibtisch hockt als sonst. Sondern auch, dass man viel Zeit zuhause verbringt (ganz in der Nähe der Kiste mit den Süßigkeiten …). Oder weil Schreiben ein ziemlich frustrierender Prozess sein kann, den eine Tafel Schokolade erträglicher macht. Also eine pro Tag, weil morgen schreibt man ja wieder und da wirds auch nicht leichter werden. Und sonst meint es das Leben ja auch nicht immer gut mit einem. Mehr Schokolade!

Auf diese Art hatte ich seit 2012 schön gleichmäßig zugenommen. So knapp 80 Gramm pro Woche. Hört sich gar nicht viel an. Von 72 auf über 86 Kilo. 15 Kilo. Ist nicht gerade adipös. Aber beim Versuch, sich im Winter die Skischuhe zuzuschnallen, aus Atemnot fast ohnmächtig zu werden, weil einem die Wampe im Weg ist, das sollte einem eine Warnung sein. Das würde ja ewig so weitergehen. Und dann müssen sie dich eines Tages mit einem Kran aus der Wohnung heben. Du wirst ein Familiengrab für dich ganz alleine brauchen und deine Frau muss sehen wo sie bleibt.

Jetzt kann man sich natürlich einfach mal vornehmen, abzunehmen. Aber Vorsatz und Realität sind nicht aus dem gleichen Garn gesponnen. Versuche, den Speck loszuwerden, gabs im Dutzend. Nicht gerade richtige Diäten. Aber halbgare Selbstdisziplin. Die üblichen völlig übertriebenen Methoden waren auch dabei: nie wieder Schokolade. Nie wieder Alkohol. Nur noch Obst und Gemüse. Sogar eine Woche gefastet habe ich.

Hat natürlich alles nicht funktioniert. Weiß man ja. Der Frust wird stattdessen immer größer. Und man fängt an, sich einzureden, dass man mit knapp Fünfzig schon mal eine Wampe haben dürfe, das haben schließlich fast alle Herren in meinem Bekanntenkreis.

Und dann, im Januar, erzählt mir meine Frau von einem Erlebnis, das so einiges bei mir verändert. Sie holt den Jüngsten vom Kindergeburtstag ab. Ein befreundeter Vater ist auch dort. Es gibt für die Abholer Bier und Sekt und ein paar ziemlich leckere Knabbereien. Der Vater lehnt ab, schiebt aber eine Frage nach: ob er sich von diesem fettigen Zeug etwas mitnehmen dürfe, er würde das dann morgen essen, denn heute sei sein Fastentag.
Natürlich darf er. Und er hat die Neugier meiner Frau geweckt. Sie lässt sich erklären, was das mit dem Fastentag bedeutet.

Cliffhänger! Nur soviel: nach fast 10 Monaten hatte ich wieder 71 Kilo auf der Wage. Und passe in so einige Klamotten, die recht verwaist im Schrank hingen.

Nächste Woche mehr.